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20.11.10 

CDL – Christdemokraten für das Leben
Landesverband Bayern
Striktes Verbot von PID gefordert
Symposion „Lebens-Werte" und bayerische Landesversammlung der Christdemokraten für das Leben (CDL) an der Katholischen Universität Eichstätt

Eichstätt, 20. November 2010 - Die Teilnehmer des von den bayerischen Christdemokraten für das Leben (CDL) initiierten Symposions „Lebens-Werte" ermunterte der CSU-Europaparlamentarier Martin Kastler am Samstag in der Eichstätter Katholischen Universität dazu, sich bei den örtlichen Abgeordneten und auch als politische Gruppierung in Brüssel aktiv für den Lebensschutz einzusetzen. Viele Beschlüsse, die konkrete Auswirkungen in den einzelnen Mitgliedsländern hätten, würden in europäischen Gremien und im Europaparlament gefällt. Manche Entscheidungen fielen aber in Hinterzimmern „im Dunklen". Als engagierter christlicher Europapolitiker brauche er daher auch die Unterstützung einer positiven Lobbyarbeit für das Leben durch Gruppierungen wie die CDL.

Kastler machte darauf aufmerksam, dass es sogar Diskrepanzen zwischen den deutlich christlich geprägten Grundsätzen der EVP (Europäischen Volkspartei) und der konkreten Durchsetzung des Lebensschutzanliegens im politischen Alltags gäbe: „Ob es in der Tagespolitik auch ankommt, das ist eine andere Frage", stellte der Abgeordnete fest. „Auch wenn wir eine Mitte-Rechts-Mehrheit im europäischen Parlament haben, haben wir noch lange keine Mehrheit für den Lebensschutz." Deswegen würde er in bioethischen Fragen auch über die Parteigrenzen hinweg nach Verbündeten suchen. Eine prägende Debatte der Zukunft sei die grenzüberschreitende Unterstützung mit Steuergeldern für Humanforschungsprojekte, „die man moralisch als Christ nicht vertreten kann". Er zog den Vergleich zur Abtreibungsfinanzierung mit öffentlichen Geldern, die er mit deutlichen Worten kritisierte: „Das ist genau die gleiche Schweinerei." Kastlers abschließender Aufruf an die Versammlung: „Bleibt’s kräftig bei der CDL, damit wir eine starke Stimme haben."

Brigitta Thurmaier vom Projekt „1000plus" der Schwangerschaftskonfliktberatung www.profemina.de betonte in einem weiteren Referat, dass „Massenabtreibungen kein Naturgesetz" seien, und rief die Mitglieder der Christdemokraten für das Leben dazu auf, alles zu tun, dass kein Frau mehr sagen muss: „Ich will nicht abtreiben, aber ich habe keine andere Wahl."

Die anschließende CDL-Landesversammlung forderte von den politisch Verantwortlichen ein striktes Verbot der PID. Der wiedergewählte bayerische Landesvorsitzende, Manfred Libner, wies dafür auf die von der CDL mitorganisierte Internetinitiative www.stoppt-pid.de hin, die über Argumente zum Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) informiert. Libner zitierte außerdem aus einem Schreiben des damaligen Joseph Kardinal Ratzinger, der 2004 in einem Grußwort an die CDL-Landesversammlung geschrieben hatte: „Die ,Christdemokraten für das Leben’ setzen sich mutig und entschieden für eine solche Kultur des Lebens ein. Sie bemühen sich, die Gewissen der Zeitgenossen aufzurütteln und stellen sich auf die Seite jener, die noch keine Stimme haben." Für diesen Einsatz gebühre der CDL Anerkennung und Dank.
In einem Gottesdienst vor dem Symposion hatte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke die CDL-Mitglieder dazu aufgerufen, in ihrem Engagement für den Schutz des menschlichen Lebens nicht nachzulassen und dabei die Bedeutung des von Papst Benedikt bei einer Botschaft zum Weltfriedenstag verwendeten Begriffs der „Humanökologie" betont. Dort heißt es: „Die Pflichten gegenüber der Umwelt leiten sich von den Pflichten gegenüber der Person an sich und in ihren Beziehungen zu den anderen ab."

Pressekontakt: Manfred Libner, Tel. 0160 / 78 500 85